Was ist DeFi?

 

Was sind die Vorteile und Chancen von DeFi?

 
  1. Während der traditionelle Finanzsektor exklusiv ist und Menschen ohne Bankkonto praktisch ausschließt, gibt es diese Zugangsbeschränkung bei DeFi nicht.

  2. Es gibt keine Öffnungszeiten oder regulatorischen Beschränkungen, sodass 24/7 an sieben Tagen die Woche Finanzdienstleistungen, wie beispielsweise das Handeln von Assets, möglich sind.

  3. Besonders hoher Schutz der Privatsphäre, da keine persönlichen Daten durch Dritte verarbeitet werden, bei gleichzeitig hoher Transparenz durch öffentlich einsehbare Transaktionen.

  4. Durch Wegfall kostspieliger Finanzintermediäre können Kosten für Finanzdienstleistungen deutlich gesenkt werden, zumal der höhere Automatisierungsgrad eine schnelle Abwicklung ermöglicht.

  5. Wie jeder neue Markt, der noch ganz am Anfang steht, bietet auch DeFi besonders hohe Rendite-Chancen.

 

Was sind die Nachteile und Risiken von DeFi?

 
  1. DeFi befindet sich noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, sodass folglich erst wenige Erfahrungswerte existieren und noch keine Langzeitbeobachtungen möglich waren.

  2. Die verwendeten Smart Contracts können fehlerhaft sein und dadurch unter anderem Ziel von Hackerangriffen werden, auch sind die technischen Lösungen oftmals noch bedienerunfreundlich und unausgereift.

  3. Der Vorteil der Eigenverantwortung kann gleichzeitig auch Nachteil sein, da man selbst für die Verwahrung der Token zuständig ist.

  4. Mangelnde Regulierung respektive fehlender Verbraucherschutz kann sich zum Nachteil der Rechtssicherheit von dezentralen Finanzgeschäften auswirken, gleichzeitig kann sich Spekulation und Blasenbildung besonders schnell ausbreiten.

 

In DeFi investieren – Das muss man wissen

 

Diversifikation auch bei DEFI wichtig

Vor allem im dezentralen Kreditsektor, also dem Lending, sind hohe Renditen möglich. Durch das Hinterlegen und gleichzeitige Verleihen von Token konnten in der Vergangenheit hohe Renditen eingefahren werden. Grundsätzlich gilt dennoch nur so viel zu investieren, wie man auch bereit ist zu verlieren. Um das Risiko zusätzlich zu senken, bietet es sich an sein DeFi-Investmentkapital auf verschiedene Protokolle zu diversifizieren. Grundsätzlich gilt, dass mit steigendem Risiko ebenfalls die Rendite steigt. Wenn die Zinsen also sehr hoch sind, muss man sich bewusst sein, dass das damit verbundene Risiko auch hoch ist. Besonders hat sich die Spekulationsmethode des Yield Farming und Liquidity Mining herausgebildet.

 

Yield Farming und Liquidity Mining

 

Auch gehebelte spekulative Produkte im DEFI

Um besonders hohe Renditen zu erwirtschaften, hat sich das Yield Farming im DeFi-Sektor etabliert. Das Prinzip ist folgendes: Man zahlt Token als Sicherheit ein und erhält dafür Zinsen. Im nächsten Schritt kann man einen Teil des hinterlegten Betrages selbst ausleihen und in andere Lending-Protokolle einloggen. Diesen Vorgang wiederholt man immer wieder, um so sein eingesetztes Kapital und damit die erwirtschafteten Zinsen zu hebeln. Um die bereits attraktiven Zinsen noch deutlich weiter zu optimieren, kommt im nächsten Schritt das Liquidity Mining dazu:

Um die Rendite weiter zu steigern, bieten einige Protokolle wie beispielsweise Compound (COMP) die Möglichkeit des Liquidity Mining. So wird der Netzwerk- respektive Governance Token bei der Kreditvergabe und bei dem Leihen oder der Bereitstellung von Liquidität abgebaut oder generiert. Jedes Mal, wenn ein Nutzer beispielsweise Compound ausleiht oder verleiht, wird COMP ausgeschüttet. Folglich ist es das Ziel der DeFi-Spekulanten, so viel COMP wie möglich zu generieren. Der Effekt des Yield Mining kann dadurch um zusätzliche Kurssteigerungen des zugrunde liegenden Token ausgeweitet werden, was weit überdurchschnittliche Renditen ermöglicht. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um reine Spekulation mit enormen Risiken.